Sein Ansatz, auf jede Form der Forward Guidance zu verzichten, macht eine schlüssige Analyse der Fed-Politik für die Börse extrem schwierig. Einerseits schien Warsh damit zufrieden zu sein, dass die Finanzmärkte in den vergangenen Wochen die monetären Konditionen durch steigende (reale) Renditen restriktiver gestaltet haben. Dies klang fast so, als habe die Fed ihren Job an die Finanzmärkte „outgesourct“. Andererseits ließ er erneut keinen Zweifel daran, dass die Fed es mit dem 2%-Inflationsziel sehr ernst meint und hier liefern wird. Aber schlüssig erklären, warum die Fed bzw. das Board den drei Abweichlern, die die Zinsen erhöhen wollten, nicht gefolgt ist, konnte er nicht.
“Die Märkte müssen sich an diese Form der Kommunikation erst gewöhnen – die damit verbundene hohe Unsicherheit ist eine Belastung sowohl für Aktien, langlaufende Anleihen als auch für den US-Dollar.”