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Iran-Krieg und die Folgen - Signifikante Portfolio-Anpassungen im März

Einmal mehr sorgt das erratische Verhalten im Weißen Haus für Verwirrung auf der geopolitischen Weltbühne. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass der Konflikt im Nahen Osten zunächst weiter eskalieren wird, da sich die USA in eine verbesserte Verhandlungsposition für einen späteren Deal bringen wollen. Vermutlich liegt deshalb der „Peak Panic“ an den Märkten auch noch vor uns. Was wir jetzt schon kennen, sind die geldpolitischen „Kollateralschäden“ des Konfliktes, die für uns Grund genug sind, die Portfolioausrichtung zu überprüfen. Dies haben wir im Verlauf des März getan und signifikante Anpassungen vorgenommen:

Reduktion Aktien Europa: Die EZB wird wahrscheinlich auf den zu erwartenden Inflationsanstieg aufgrund der Energiekrise mit einer Zinserhöhung reagieren. Dies ist ein Politikfehler. In einem solchen Umfeld können gerade zinssensitive Titel nicht performen. Wer glaubt, Sicherheit in vermeintlich defensiven Titeln zu finden, irrt. Wir haben die Europa-Aktienpositionen im Fonds deutlich reduziert. 

Liquidation aller europäischen High-Yield-Positionen: Die Spreads sind im Februar auf historische Tiefs gefallen und haben vor dem Hintergrund der Konjunkturrisiken, EZB-Zinserhöhungen und vor allem der sich weiter zuspitzenden Krise im Private-Credit-Markt hohes Ausweitungspotenzial. Zeit für Gewinnmitnahmen in dieser Asset-Klasse.

Asien-Exposure taktisch reduziert: Asien war einer unserer Favoriten für 2026. Aber die Nähe zum Irankrieg und die Tatsache, dass Asien ca. 60 % der Energie durch die Straße von Hormus bezieht, haben uns dazu veranlasst, Anfang März die Asien-Positionen (taktisch) signifikant zu reduzieren. 

Liquidation aller Gold-bezogenen Positionen: Das Gold wurde in Erwartung einer vermeintlich politischen Fed mit einem extrem dovishen neuen Fed-Chair, der die Zinsen spürbar senkt, in die Höhe getrieben. Doch diese Fed wird nicht kommen. Ihr sitzt der Inflationsschock 2022 ebenso in den Knochen und der Markt muss seine überzogenen Zinssenkungserwartungen neu sortieren. Gold befindet sich deshalb im Repricing. Wir haben bereits mit der Warsh-Nominierung alle Gold-bezogenen Positionen wie Minenaktien abgebaut.

Fazit: Der Macro Allocation Fund weist zu Ende vergangener Woche eine Aktienquote von ca. 35 % auf. Das verbliebene Exposure ist in den USA und im Dollar konzentriert, dem als Netto-Energieexporteur am wenigsten anfälligen Markt. Die Cash-Quote beträgt knapp 20 %. Die weitere Ausrichtung hängt entscheidend davon ab, wie lange der Konflikt andauert. In unserem Kernszenario wird nach einer weiteren Eskalation ein Deal gefunden, der die Tür für eine Erholung an den Aktienmärkten und einen schnellen Rückgang des Ölpreises öffnet. 

“Bis dahin bleibt die Unsicherheit hoch, weshalb für uns der Kapitalerhalt im Vordergrund steht. Eine flexible Strategie wie unsere hat den Vorteil, sich dann schnell wieder den neuen Rahmenbedingungen anpassen zu können.”

Dr. Eckhard Schulte

Fondsmanager

Seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn im Jahr 1996 beschäftigt er sich mit makroökonomischen Analysen und den Rentenmärkten.

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