Die jüngsten Zahlen der großen Hyperscaler erteilen der grassierenden Skepsis vor einem „KI-Groschengrab“ eine klare Absage. Sie beweisen, dass die Energieleistung beim Aufbau der Rechenzentren keine Wette auf eine vage Zukunft ist, sondern sich bereits heute massiv in den Bilanzen niederschlägt. Microsoft agiert als Paradebeispiel für eine funktionierende Monetarisierung: Die Azure-Sparte übertraf mit einem Wachstum von 43 Prozent die Markterwartungen deutlich und trieb den Jahresumsatz auf ein Rekordniveau von 331 Milliarden US-Dollar. Was uns als Multi-Asset-Manager dabei besonders überzeugt, ist die Kombination aus massiven Investitionen und eiserner Kapitaldisziplin – trotz enormer Ausgaben bleibt der freie Cashflow positiv, was die Sorgen vor weiterer kreditfinanzierter Expansion oder gar Kapitalerhöhungen entkräftet.
Dass dieses Wachstum auf einer realen und breiten Nachfragewelle fußt, verdeutlicht der Blick auf Alphabet. Während der Markt oft nur die hohen Ausgaben (Capex) diskutiert, wird der enorme „Order-Backlog“ in der Cloud-Sparte übersehen. Unternehmen weltweit sichern sich über langfristige Verträge die dringend benötigten Kapazitäten für ihre eigene KI-Transformation. Die Nachfrage ist also vertraglich untermauert und sorgt schon heute dafür, dass das Cloud-Geschäft von Alphabet hochprofitabel wächst. Die Hyperscaler sind somit längst nicht mehr nur die großen „Geldgeber“ der Hardware-Flaschenhälse, sondern die Plattformen, die diese Infrastruktur erst in skalierbare, hochmargige Services verwandeln.
Für die Positionierung im MainSky Macro Allocation Fund ergibt sich daraus ein attraktives Gesamtbild, das durch einen Blick auf die relative Bewertung fundamental untermauert wird. Betrachtet man das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Hyperscaler im Verhältnis zum breiten S&P 500, wird ein historischer Trend sichtbar: Das relative KGV befindet sich seit 2020 im Sinkflug und hat nun fast das Niveau des Gesamtmarktes erreicht. Trotz ihrer Unverzichtbarkeit für den weiteren KI-Ausbau, ihrer Preissetzungsmacht und der prall gefüllten Auftragsbücher sind die Hyperscaler im Vergleich zum Markt so günstig bewertet wie seit Jahren nicht mehr.
Für unsere Fondsstory bedeutet das: Wir spielen das Thema KI auf zwei perfekt aufeinander abgestimmten Ebenen.
“Während die Flaschenhälse, also jene Technologieunternehmen, die physische Infrastruktur, Hochleistungschips, Hardware und Energie liefern, das Fundament sichern, bleiben die Hyperscaler unverzichtbar, da sie die Kapazitäten bereitstellen, um KI-Lösungen global zu skalieren und kommerziell nutzbar zu machen – und das zu einer historisch attraktiven relativen Bewertung.”