Damit bewegt sich die Geldpolitik in der Eurozone in den leicht restriktiven Bereich. Dies suggerieren sowohl der reale Kurzfristzins als auch die weiteren monetären Rahmenbedingungen. Die Kreditvergabe wächst mit gerade mal gut drei Prozent pro Jahr zu schwach, während der reale zehnjährige Zins für die Eurozone GDP‑gewichtet bei gut 1,6 Prozent liegt und damit leicht über dem realen Wachstum.
Es erscheint wenig sinnvoll, in einem Umfeld, in dem die Inflation primär angebotsgetrieben und damit außerhalb der Einflusszone der Notenbank liegt, die Geldpolitik noch restriktiver zu gestalten.
“Diese Zinserhöhung kann die Wirtschaft wohlmöglich verkraften. Sollte die EZB aber die derzeitigen Erwartungen des Marktes erfüllen und die Geldpolitik über den September hinaus weiter straffen, wäre dies wohl das Ende für die gerade einsetzende zyklische Erholung der Euro‑Konjunktur.”