Da US-Präsident Trump zwar an vielem, aber gerade auch vor den Zwischenwahlen eben nicht an einem länger hohen Ölpreis interessiert ist, dürfte sein Hauptaugenmerk darauf liegen, diesen Transportweg zeitnah wieder freizubekommen. Im Erfolgsfall sollten dann auch die Ölpreise von ihrem hohen Niveau schnell wieder zurückkommen. Zudem ist die Welt nicht mehr ganz so vom Öl abhängig wie noch vor einigen Jahren, und viele Länder haben durch diverse Krisen gelernt, Lieferketten neu zu organisieren, was die Lage ebenfalls entspannen sollte.
Bleibt der Ölpreisanstieg temporär, sollten auch die jetzt vom Markt eingepreisten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank mindestens so schnell wieder ausgepreist werden, wie sie zuvor in den Markt gekommen sind. Die aktuelle Entwicklung bestätigt uns in der Einschätzung, dass es aktuell attraktivere Märkte als Europa gibt, das als Nettoenergieimporteuer stark abhängig und damit anfällig für Engpässe und höhere Preise ist. So bleibt, auch wenn wir unser Exposure aus aktuellem Anlass momentan etwas reduziert haben, Asien einer der Investitions-Hotspots für uns.
“Ein viel größeres Risiko sehen wir derzeit in den Private-Credit-Märkten, eines unserer Top-3-Risiken aus unserem 2026er Ausblick.”
Mehr dazu gibt es von mir in den kommenden Tagen auf diesem Kanal. Bleiben Sie dran!