Fed-Chef Kevin Warsh bleibt seiner Linie treu, die geldpolitische Kommunikation bewusst zu reduzieren. Dazu passt auch die angekündigte Verringerung der Zahl der Zinssitzungen ab dem kommenden Jahr.
Gleichzeitig nimmt die Fed zur Kenntnis, dass sich die monetären Bedingungen in den USA durch die hohen Kapitalmarktzinsen und den starken Dollar bereits weiter verschärft haben. Dies wirkt zunehmend restriktiv auf die Wirtschaft und verringert den zusätzlichen Handlungsdruck.
Aus unserer Sicht bleibt damit eine letzte Zinserhöhung im Dezember das wahrscheinlichste Szenario, allerdings ist sie keineswegs sicher. Für 2027 halten wir die vom Markt eingepreisten weiteren Zinsschritte weiterhin für deutlich überzogen.
“Die monetären Bedingungen werden bereits restriktiver, ohne dass die Fed selbst die Zinsen weiter anheben muss. Genau das dürfte der Markt derzeit unterschätzen.”